Wir freuen uns sehr über die Berichterstattung in der Landshuter Zeitung und in der Neuen Musik Zeitung. Vielen Dank auch besonders an Ute Schmid-Holzmann vom Tonkünstlervernband Bayern, die schon mehrfach an unsrem Treffen teilgenommen hat, für die ausführliche Besprechung.

 

In fremde Kultur entführt (nmz, 2/18, S. 50)

Das Landshuter Harfentreffen — ein erfolgreiches Förderprojekt

Altdorf. Bereits zum siebten Mal luden die Harfenfreunde Landshut e.V. um Organisatorin Susanne Kaiser vom 17. bis 19. November 2017 unter dem  Motto „In 80 Tönen um die Welt" ins Haus der Begegnung.

An diesem Wochenende wurden 23 verschiedene Kurse zu je 90 Minuten für Haken- und Pedalharfe angeboten, die unterschiedliche Anforderungen an die Teilnehmer stellten. So konnte man etwa moderne Spieltechniken auf der Harfe oder Typisches aus irischer, französischer und  deutscher Volksmusik kennenlernen. Des Weiteren wurde Musik des Mittelalters, ein Meisterkurs und vieles mehr angeboten. Dazwischen galt es, das große Instrumentenangebot an Pedal und Hakenharfen der anwesenden Instrumentenbauer aus Österreich und Süddeutschland zu begutachten und zu testen. Zusätzlich gab es interessante Einblicke in alle Schwierigkeitsgrade der Harfenliteratur. Neben Harfen- und Percussionkursen für Kinder durften die jüngsten Harfenfreunde ihre eigene Glitzerharfe basteln und wurden zum  Singen mit zwei Dozentinnen eingeladen. Das Rahmenprogramm für die Erwachsenen sah einen Vortrag zu türkischer Musik sowie einen Reparaturworkshop mit Harfenbauer Klaus Horngacher vor.

An beiden Abenden fanden Konzerte der unterschiedlichsten Ausrichtung statt. Das Eröffnungskonzert am Freitagabend war multikulturell und dreigeteilt und dadurch äußerst abwechslungsreich. Es begann mit türkischer Musik und der Vorstellung der türkischen Harfe, der Ceng, durch die beiden Interpreten Jana Schmidt-Enzmann und Metin Demirel. Im zweiten Teil spielte Huanhuan Wang die chinesische Zheng, eine dem Klang der Harfe ähnliche Wölbbrettzither. Die Musikerin entführte die Zuhörer in die chinesische Volksmusik mittels pentatonischer Klänge und besonderer Plektren an jedem Finger der rechten Hand. Der dadurch entstandene Klang hüllte das Auditorium wie in eine Wolke und nahm es mit in diese fremde Kultur. Zum Erstaunen einiger Zuhörer besitzt die chinesische Volksmusik viele rhythmische Facetten und wird dadurch auch für europäische Konzertbesucher reizvoll und in ihrer Struktur verständlich. Den Abschluss bildete der südamerikanische Harfenist Milton  Sanchez mit Freunden, die Volksmusik — vorwiegend Lieder aus Ecuador, Peru und Venezuela — zu Gehör brachten. Besonders reizvoll an diesem Abend war es, die unterschiedlichen Formen und Klänge der außereuropäischen Familienmitglieder der Harfe mit Aug und  Ohr mitzuerleben.

Am Samstag gab Maria Stange, Professorin an der Musikhochschule in  Karlsruhe, ein sogenanntes Wohnzimmerkonzert mit virtuosen Werken von Louis Spohr bis Nino Rota. Dieses sehr beeindruckende Programm katapultierte die Zuhörer in andere Sphären. Im weiteren Verlauf des Abends spielte das Ensemble „harfussion", bestehend aus den Harfenistinnen Magdalena Gosch und Jana Schmidt-Enzmann sowie den beiden Percussionisten Christoph Günther und Sebastian Rascher Werke aus ihrer neuen CD „Perfect  Day". Die Kombination der Harfe mit den verschiedensten Percussionklangfarben — von der großen Trommel bis zum Marimbaphon — war äußerst reizvoll, wenn auch zwischendurch die Harfen trotz Verstärkung etwas unterzugehen drohten. Da es für diese Besetzung keine Standardliteratur gibt, arrangierten die Musiker ihre Werke weitestgehend selbst und präsentierten eine bunte Mischung aus Klassik, Pop,  Jazz, Welt- und Filmmusik.

Insgesamt war dieses Harfentreffen, bei dem alle Kurse bereits im Vorfeld ausgebucht waren, ein großer Erfolg. Darüber hinaus lag die Kursgebühr für aktive und passive Teilnehmer sozial auf einem äußerst verträglichen Niveau, sodass hier in der Tat von einer großen Bereicherung für Harfenfreunde jeden Alters und jeder Leistungsstufe gesprochen werden kann. Dieses Projekt wurde vom Tonkünstlerverband Bayern 2017 als förderfähig bewilligt und mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst im Rahmen der Projektförderung der freiberuflichen Musikpädagoginnen und -pädagogen unterstützt.

Haben Sie ein ähnliches Projekt  und sind als freiberufliche/-r Musikpädagoge/-in tätig? Dann empfehlen wir Ihnen sich über die Projektförderung zu informieren. Die Grundsätze zur Projektförderung sowie alle Informationen dazu finden Sie auf der WebSite www.dtkvbayem.de unter Service. Gerne berät die Geschäftsstelle zur  Projektförderung. Einreichung eines  Antrags mit Projektbeschreibung und  Finanzierungsplan ist möglich bis zum 15. März 2018. Ute Schmid-Holzmann

 

Siebtes Harfentreffen stieß auf sehr große Resonanz (LZ, 30.11.2017)

Kürzlich trafen sich große und kleine Harfenspieler im Haus der  Begegnung in Altdorf. Das siebte Harfentreffen wurde wieder vom Verein „Harfenfreunde Landshut" mit seiner Vorsitzenden Susanne Kaiser veranstaltet.

Passend zum Motto „In 80 Tönen um die Welt" waren beim Eröffnungskonzert Harfenklänge aus der Türkei (Metin  Demirel, Jana Schmidt-Enzmann, Christoph Günther), aus China (Huanhuan Wang) und aus Südamerika (Milton Sanchez) zu hören. Ebenso vielfältig waren die Themen der 23 Kurse gewählt. Diese reichten vom Schnupperkurs für begeisterte Neuanfänger (Andrea Kiupel-Grona) bis zum Meisterkurs bei Professor Maria Stange für angehende Studenten.

Neben Harfenkursen gab es auch dieses Jahr wieder drei Percussion-Kurse (Christoph Günther), einen Kurs für Einhandflöte und Trommel (Maximilian Dittmer) und Kurse für Zither und Hackbrett (Regina Frank). Nach dem Wohnzimmerkonzert von Maria Stange stellte das Ensemble „harfussion" seine CD „Perfect Day" vor: Magdalena Gosch, Jana Schmidt-Enzmann, Christoph Günther und Sebastian Rascher beeindruckten die begeisterten Zuhörer mit zwei Konzertharfen, Marimba, Cajon und verschiedenen Percussion-Instrumenten. Am Sonntag, dem Kinder und Familientag, platzte das Haus der Begegnung fast aus allen Nähten: Mehr als 50 Kinder nahmen an den Kinderkursen mit Franziska Knott und am Glitzerfunkelharfen-Basteln teil. Den Abschluss des Harfentreffens machte Veronika Keglmaier mit einer Kinder-Mitsingstunde.

Nach diesem rundum gelungenen Harfentreffen begannen bereits die Planungen für das achte Landshuter Harfentreffen, das vom  16. bis 18. November 2018 stattfinden wird.

 

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