Drei Tage im Zeichen der Harfen
Achtes Harfentreffen war ein voller Erfolg – Ausstrahlung bis in die Nachbarländer
Bereits zum achten Mal organisierte die Vorsitzende des Vereins „Harfenfreunde Landshut“, die Altdorfer Musikdozentin Susanne Kaiser, mit ihrem Helferteam, ein Harfentreffen, im Haus der Begegnung. Diesmal unter dem Motto „Ozupft is“.
Neben vier unterschiedlichen Konzerten waren an den drei Veranstaltungstagen allein 24 ausgebuchte Kurse ebenso geboten, wie eine Ausstellung diverser Harfenbauer aus Südbayern und Österreich. Ursprung der mittlerweile weithin bekannten Harfentreffen war eine Gruppenunterrichtsveranstaltung für ihre damaligen Studenten an der Nürnberger Hochschule für Musik, die Susanne Kaiser in der Marktgemeinde abhielt. Noch jetzt sind damalige Studenten Mitorganisatoren der Harfentreffen in Altdorf.
Fixtermin für Harfenfreunde Zwischenzeitlich haben sich diese Treffen zu einem Fixtermin für alle Harfenfreunde entwickelt und Gäste kamen nicht nur aus der gesamten Bundesrepublik, sondern auch aus der Schweiz, Frankreich und Österreich. Auch eine Notenausstellung, das Harfencafé und das umfangreiche Kinderprogramm waren Anziehungspunkte für die zahlreichen Gäste der Veranstaltungen. Der gute Ruf des Harfentreffens sei mittlerweile Anlass, dass man als Veranstalter nicht mehr nach Ausstellern suchen muss, erklärte Susanne Kaiser im Gespräch, vielmehr melden sich diese schon für das darauffolgende Treffen selbst an. Stolz ist die Organisatorin auch auf das Kursangebot, das für den Anfänger- bis hin zum Meisterkurs nicht nur attraktiv ist, sondern auch voll genutzt wird. Herausragend aber waren in diesem Jahr auch die angebotenen Konzerte, für die der Besucherandrang so groß war, dass die Räumlichkeiten im Haus der Begegnung kaum ausreichten. Ein Erlebnis war bereits das Eröffnungskonzert der Hallertauer Harfenistin Marlene Eberwein-Seefelder und ihrer Gruppe „Eberwein“, die ganz nach dem diesjährigen Motto baierischen Kammersound bot, der dabei die tänzerische Polka mit verspieltem Jazz verschmelzen ließ. Nachdem am zweiten Tag Nadia Birkenstock instrumental und vokal Folk Songs und Dance Turnes aus England, Schottland, Irland und der Bretagne in eigenen Arrangements bei einem Wohnzimmerkonzert darbot, folgte eine kabarettistische Lesung mit Musik unter dem Titel „Lebenslänglich Flohlocken“. Mit ihrem neuesten Programm begeisterte Silke Aichhorn die Besucher des Abends und zog dabei die Zuhörer in ihre Welt über kuriose Harfen-Logistik, übersteuerte Brautmütter, missglückte Beerdigungen und vieles andere mehr. „AlIe meine Geschichten sind nicht erfunden, sie haben tatsächlich stattgefunden“, versicherte die Solistin und Kammermusikerin eingangs. Und sie war es auch, die am Abschlusstag mit einem Kinderkonzert die Jüngsten mit auf eine „Reise um die WeIt“ mitnahm. Altdorfer Musikfreunde, die diese drei Tage des Harfentreffens nicht nutzten, haben eine herausragende Veranstaltung im Gebiet der Marktgemeinde versäumt. Doch schon 2019 folgt das 9. Harfentreffen vom 15. bis 17. November und diesen Termin sollte man sich schon jetzt unbedingt vormerken.
(Landshuter Zeitung, 21.11.2018)
